"So wohl-als-auch" | LV Mecklenburg Vorpommern

Erstellt von Anita Blumberg |

8. Frauenseminar des DVMB Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern vom 27.09. – 29.09.2019

15 Frauen des Landesverbandes der DVMB Mecklenburg-Vorpommern trafen sich zum diesjährigen Seminar  im Diakonie Haus Prillwitz .
Nach einer kleinen Kennenlernrunde erfolgte eine Diskussion über den Nutzen des vergangenen Seminars. Mit  großem Interesse verfolgten die Frauen, die das erste Mal an einem Seminar teilnahmen, den Worten der Diskussionsrunde.
Wir fieberten mit voller Erwartung dem Beginn des diesjährigen Seminars entgegen.
Doch zuvor sollte uns ein kultureller Abend auf das gemeinsame Wochenende einstimmen. Noch bis spät in die Nacht wurde anschließend intensiv diskutiert. Themen waren die Erwartungen auf die folgenden Tage, das letzte Frauenseminar 2018 und die unterschiedlichen Wahrnehmungen unserer Erkrankung und deren Umgang im Alltag. Uns wurde wieder bewusst, wie wichtig doch eine Begegnung „ Gleichgesinnter“ ist.

 

Am Samstagvormittag erhielten wir einen Einblick von Andreas Kühne, Gründer und Leiter der Thammavongschule für Klassische Chinesische Medizin. Uns wurde der Unterschied zwischen westlichen und fernöstlichen Behandlungsmethoden erläutert. In der Klassischen Chinesischen Medizin erhält der Erkrankte Hinweise wie und womit er selbst seine Leiden bekämpfen kann, d.h. er muss stets aktiv tätig werden und nicht nur moderne Diagnostik und passive Heilmethoden (z. B. Medikation, Physiotherapie) erwarten.

Am Nachmittag stiegen wir in die Praxis ein. Wir konnten es kaum erwarten mit den praktischen Übungen zu beginnen.
 Atemübungen, Körper-und Bewegungsübungen, Konzentrations- und Meditationsübungen  sollen die Harmonisierung und Regulierung des  Qi-Flusses (Energie Atem, Emotionen) im Körper dienen.
Gemäß dem Leitspruch, dass es besser sei, Gesundheit zu erhalten, statt Krankheiten zu hei-len, gibt es im medizinischen Qigong eine große Anzahl von Übungsreihen, die dem System Stabilität verleihen sollen, um ein Gleichgewicht vorzubeugen.
Weiterhin erfuhren wir Näheres über Diätetik. Die uns bekannte Ernährungspyramide wurde um Einiges ergänzt. Die Nahrungsmitteltherapie ist eine der fünf Säulen der klassischen chinesischen Medizin und hat in China eine lange Bedeutung. Eine individuell abgestimmte Ernährung wurde schon immer als Grundlage für die Überwindung bestehender und Vermeidung zukünftiger Erkrankungen eingesetzt. Sie versorgt dem Körper mir spürbar mehr Energie, beugt Erkrankungen vor und verzögert so körperliches und geistiges Altern.
Auch in unserem Kulturkreis spielt die Diätetik eine immer größere Rolle in der Therapie und Prävention von Krankheiten. Lebensmittel werden ähnlich den Arzneimitteln hinsichtlich ihrer Wirkung klassifiziert. Weiterhin hat die Zubereitung Einfluss auf die Heilwirkung. Es gehört gleichfalls zu jeder Ernährungsempfehlung, gewisse Nahrungsmittel zu meiden.

 

Das gute Wetter lud uns am späten Nachmittag noch zu einem ausgiebigen Spaziergang an den See ein.
Mit vollem Elan, wie bereits am Samstag begann für uns auch der Sonntag.
In unserem diesjährigen Seminar erhielten wir einen Einblick in die klassische chinesische Medizin  und erfuhren, wie und wann wir davon profitieren können.
Theorie und Praxis ließen uns lehren, Bruchteile der klassischen chinesischen Medizin in un-serem Alltag einfließen zu lassen und somit unser Wohlbefinden zu verstärken.                                                                                                                                                                                                                                           
Wir Frauen entwickeln unterschiedliche Strategien und Bewältigungsmuster um Krankheiten zu verarbeiten. Frauenseminare  mit besonderer Spezifik, die der Landesverband der DVMB Mecklenburg-Vorpommern durchführt sind sehr lehrreich. Der ein oder andere Teilnehmer dieses Seminars hat für sich eine neue Alternative zur Bewältigung des Alltags trotz chronischer Erkrankung gefunden. Auch werden die Teilnehmer, dieses Wissen den Mitgliedern der örtlichen Gruppen weiter vermitteln. So können auch die Mitglieder der DVMB, die an diesem Seminar nicht  teilnehmen konnten davon profitieren.
 An diesem Seminarwochenende haben wir das Motto unseres Selbsthilfevereins die „3 B`s „ aktiv verwirklicht.
Wir bedanken uns bei der IKK Nord, die dieses Seminar gefördert hat.

 

Wenn Sie Fragen haben, Unterstützung benötigen oder einfach mal Jemanden brauchen, bei dem Sie Ihr Herz ausschütten können, zögern Sie nicht Kontakt aufzunehmen.

Frauen sind anders krank. Frauen mit Morbus Bechterew haben das schon erleben müssen.
Bei Frauen dauert es immer noch auffallend lange, bis die Diagnose Morbus Bechterew gestellt wird. Gerade die schönste und aktivste Zeit ihres Lebens, die Zeit der Familienplanung und -gründung muss sie sich mit Schmerzen, Ungewissheit und Ängsten herumquälen. Wenn dann endlich die Diagnose steht, denkt die Frau wieder nicht nur an sich, sondern ihre größte Sorge ist: Gebe ich die Erkrankung weiter und kann ich mir überhaupt eine Schwangerschaft und Mutterschaft zumuten nach den vielen Medikamenten?

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